Der Blog von Dr. James Thompson

Meine Therapeutin zwang mich dazu, diesen Blog zu schreiben. Sie meinte, es würde mir helfen, mein „Trauma“ zu überwinden. Also tue ich ihr den Gefallen. Ich traf gestern vor einer Woche einen alten Freund aus meiner Studienzeit. Wir plauderten ein wenig über alte Zeiten und kamen schnell auf unseren Beruf zu sprechen. Es stellte sich heraus, dass er im Gegensatz zu mir eine gut bezahlte Arbeit hatte. Ich führe ein sehr eintöniges Leben, wobei mein Freund Manager einer sehr angesehenen Firma war und ihm zufolge in seiner Freizeit auch noch Verbrechen aufklärte. Erst danach erwähnte er, dass er den Managerjob für 3000 ₤ pro Monat gestern kündigte, um sich besser „auf das wichtige konzentrieren“ zu können. Ich denke, er wusste, dass ich zur Zeit Arbeitslos war und er einfach nur ein damit angeben wollte, dass er die Möglichkeit hätte, einen Job der weit über meiner Klasse lag zu haben, aber sogar sich sogar dafür immer noch zu gut war (was ich nebenbeigesagt schon ein wenig gemein fand).  Wie der Zufall es will, suchte er für seinen „Job“ als „Detektiv“(obwohl es doch eher wie ein eigenartiges Hobby wirkt, da er ja anscheinend von niemandem dafür bezahlt wird) nach einem Partner . Ich sagte zu, da ich mein ödes Leben ohne jegliche Art von Arbeit wirklich satt hatte. 5 Minuten später saßen wir auch schon in einem Taxi auf dem Weg zum Tatort. Es war schon merkwürdig. Wer hätte erwartet, dass ich aus dem Haus ging, ohne einen Sinn zum leben und nun auf dem Weg zu einem Ort war, an dem genauso gut ich hätte liegen können. Wir kamen am Tatort an. Es war eine dunkle Gasse an der Crawford Street. Neben einer Mülltonne lag eine Leiche mit blutigen Händen und einer Wunde am Hinterkopf. Anzeichen für irgendeine Anwesenheit der Polizei war nirgendwo zu sehen und ich fragte mich, woher mein Freund dann von der Leiche wusste. Mir lief ein Schauer über den Rücken. Vielleicht war er der Mörder? „Und?“ Fragte er mich. „Was und?“, meinte ich. „Sie sind Arzt. Also, fangen Sie an.“ „Was? Sind sie verrückt?“ „LOS!“ „Nun gut“, antwortete ich und bewegte mich langsam in Richtung des leblosen Körpers. „Männlich, ungefähr 30 Jahre alt. Der Tod muss vor etwa 6 Stunden ein. Schusswunde am Hinterkopf. Vermutlich eine kleinkalibrige Waffe.“ meinte ich. „Und die Hände?“ fragte mein Freund. „Er hielt sie sich aus Reflex an den Kopf. Daher das Blut.“ „Interessant“ sagte mein Freund. „Komm, wir gehen“ „Was? Wohin?“ fragte ich verwundert, doch mein Freund war bereits weg und rief ein Taxi. Im Taxi herrschte vorerst Stille. Ich brach das Schweigen und fragte: „Woher wussten Sie das? Mit der Leiche? Nicht einmal die Polizei war da.“ Als Antwort grinste er mich nur schelmisch an. Wir stiegen am Bryanston Square aus. Aus einem Busch hing ein Fuß.  Mein Freund Zog daran und zum Vorschein kam noch ein Körper. Er war noch warm. Höchstens seit zwei Stunden tot. Schockiert starrte ich die Leiche an. Nun taten sich echte Zweifel in mir auf. Wir haben uns lange nicht gesehen. Er könnte nun ein völlig anderer Mensch sein. Aber auch ein Mörder? „Also?“, hörte ich ihn wieder sagen. „Oh nein“  , sagte ich entschlossen. „Erstmal beantworten Sie mir ein paar Fragen.“ Stille. „ Haben Sie diese Leute getötet?“

 

Fortsetzung wahrscheinlich nie lol

Ihr könnt euch ja als Trost  andere Blogs auf www.sin-jmb.de durchlesen. Viel Spaß!

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